AdminWochenende (DE->CH)

Ich muss zugeben, ein Weilchen schiebe ich es schon vor mir her… Es läuft zwar alles wie es soll, Sicherheitsupdates usw. sind dank Ubuntu LTS (12.04) auch regelmässig eingespielt, aber so wirklich „gut“ fühlt es sich irgendwann nicht mehr an.

Der Server muss geupdated werden! Das letzte grössere Update (link) war vor knapp 2 Jahren… Hier ein Kurzbericht, was diesmal schiefging / gut ging und was ich das nächste mal ggf. anders machen oder unbedingt beibehalten sollte.

Provider-Wechsel

Seit vielen vielen Jahren war ich glücklich bei Hosteurope, und eigentlich bin ich es auch immer noch. Aber trotzdem habe ich mich diesmal dazu entschieden zu Wechseln und es mit Netcup zu versuchen. Bislang hatte ich nur immer wieder mal kleine Testinstanzen bei Netcup, zuletzt auch eine etwas grössere. Zwar ist die versprochene garantierte Uptime im Vergleich zu Hosteurope etwas schlechter angegeben, konkret war in den letzten Jahren aber tatsächlich meine Netcup-Instanz im Mittel mindestens so verfügbar wie meine Hosteurope Instanz.

Also warum nicht einen Versuch wagen?

Haupt-Domain-Wechsel

Nachdem ich nun etwas über ein Jahr in der Schweiz lebe und es mir nach wie vor bestens gefällt, habe ich beschlossen meine Hauptdomain „jbrosi.de“ zu wechseln auf „jbrosi.ch“. Ich hoffe das beisst sich nicht noch böse mit irgendwelchen Hard-Verlinkten URLs in irgendwelcher Software, aber bislang scheint alles gut zu gehen.

WordPress hat hier ein wenig Hilfe benötigt – aber mit dem „Search and Replace“-Plugin liessen sich die alten URls dann auch recht flott auf die neue umschreiben.

Ajenti

Bislang habe ich einen Bogen um die Admin-Panels gemacht. Sind die meisten doch oft recht aggressiv, was die Config-Files angeht und wollen dort „ihr eigenes Ding“ durchsetzen. Nicht so Ajenti. Klar ist und kann es kein Ersatz für die Console sein, aber es ist ein netter Zusatz. Manche Dinge lassen sich hier tatsächlich bequem und schnell im Browser kontrollieren oder einstellen, ohne dass man hierfür extra eine SSH-Session starten muss. (Datenbank-)User erstellen, Webseiten mit halb automatisierter NGINX-Config anlegen, Services starten / stoppen und Pakete installieren / updaten. Um nur mal ein paar der Funktionen zu nennen.

Für mich scheint es eine gute Wahl, Reseller-Funktion fehlt aber und die Webseiten-Konfiguration lässt noch vieles offen und erfordert Handarbeit, d.h. ich würde es nicht unbedingt unbeschränkt jedem empfehlen.

ajenti

So sieht Ajenti in der Praxis aus

 

Icinga in neuem Gewand

Icinga ist ein Monitoring-Service, über den sich eine Vielzahl von Diensten überwachen lassen. Darauf aufsetzend gibt es verschiedene User Interfaces für die grafische/textliche Aufbereitung der gewonnenen Informationen.

Bislang hatte ich noch die Classic-UI von Icinga im Einsatz. Nun neu: Icinga-Web. Ich muss sagen, das neue Interface verhält sich deutlich angenehmer (vieel ajax). Icinga-Web2 sieht auch extrem vielversprechend aus, ist aber noch im Beta-Stadium, da warte ich lieber noch ein wenig.

icinga

Icinga-Web im Einsatz.

 Sonstiges

Owncloud wurde auf Version 7 geupdated (das Update ging einfach, und die neuen Features sind spitze!), die Nginx-Config wurde überarbeitet und angepasst. Ansonsten noch viele Kleinigkeiten die getan werden mussten. Geschätzt habe ich jetzt etwa 6 Stunden bislang für die Einrichtung aufgewendet. Das ist liegt sogar noch unter meiner ursprünglichen Schätzung (1-2 Tage). Als einer der nächsten Schritte folgt dann die Email-Migration, das automatische Backup und die Installation von der Zusatzsoftware, z.B. Gitlab, Cloud9, … Eigentlich nicht mehr viel.

 Fazit

Ja es ist ein wenig mühsam, und ja manchmal frage ich mich auch selbst: Warum brauchst du unbedingt einen eigenen Server und nimmst nicht einfach ein „managed xy hosting paket?“ Eigentlich reicht das ja auch.

Trotzdem macht es Spass wenn es läuft 🙂 und wenn man eine gute Konfiguration gefunden hat (und diesmal hat sogar so ziemlich alles auf Anhieb geklappt!). Man hat die freie Wahl, welche Software man verwenden möchte und keinerlei Limits in irgendwelcher Hinsicht.

Ausserdem möchte ich meine Kenntnisse in dem Sektor nicht einschlafen lassen :). Da ist ein bisschen Bastelei am eigenen Server sicher nicht verkehrt.

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